|VITA|

1983 in Siegen geboren

 

2015 Magister Artium in Ethnologie, Kuntgeschichte und Erziehungswissenschaft | in Marburg und Berlin.

 

2015 Master of Art in Erziehungswissenschaft | in Bielefeld

     und Umzug nach München

 

2020 Künstlerin

 

 

 

Auszeichnungen

Oberbayerischer Kunstförderpreis SeelenART 2020

 

Publikationen

Katalog zur Preisverleihung des oberbayerischen Kunstförderpreises SeelenART 2020 | Haar

 

 



Ich wurde schon "immer", durch die Vielfalt der kreativen Ausdrucksmöglichkeiten angezogen. So brachte ich mir in meiner Jugend das Nähen bei, um flexibler zu sein; habe Kleidung und Taschen entworfen und später für die Kinder von Freundinnen Nasenbähren und Schwertwale aus Stoff genäht. Relativ früh bemerkte ich, dass mich auch das Mischen verschiedener Materialien miteinander besonders begeistert und fing an Stoffe mit Papier, Holz mit Drähten, Pappe mit Metall zu kombinieren und mich an Collagen aus zu probieren. Die Malerei war es jedoch, die mir für mich einen besonderen Stellenwert einnahm und habe sie deswegen immer als stete Begleiterin meines künstlerischen Tuns empfunden. Einige Motive, welche ich anfangs stärker thematisierte, mussten abstrakten Elementen, sowie schwarzen Linien weichen. Dabei haben sich die Techniken, die Malgründe die Bildmotive  sets verändert oder weiterentwickelt. Die Farbe Grün stellt jedoch heute noch immer ein wichtiges Farbelement in meinem Bildaufbau dar.

 

Während des Malprozesses kommt es oft vor, dass Zufälligkeiten das Endresultat beeinflussen oder verändern. Häufig habe ich eine Idee vor Augen, während ich versuche es malerisch umzusetzen, kommt es nicht selten vor, dass sich der Prozess verselbstständigt. Das Bild entwickelt dann seine eigene Dynamik, nimmt dabei eine völlig andere Richtung ein. Dies kann durch ungeplante Pinselstriche hervorgerufen werden, aber auch durch bewusste Manipulation entstehen.

 

Meine Inspirationen liegen seit einiger Zeit in den Beobachtungen von organischen Strukturen, wie z.B. Zellstrukturen, Gespinsten und vegetabilen Mustern. Diese Beobachtungen  übertrage ich während des Malens auf eine abstrakte Ebene und verknüpfe sie mit imaginären Elementen. Meine Malerei bezeichne ich deswegen als eine Art organische Malerei, welche sich über die Jahre teils bewusst, teils unbewusst entwickelte. Für meinen Bildaufbau ist besonders eine lavierende bzw. lasierende Malweise von Bedeutung. Dabei sollen die verschiedenen Schichten hindurchscheinen, um eine gewisse Tiefenwirkung zu erzielen.

 

Meine Beobachtungen und deren Interpretationen sind jedoch immer subjektiv eingefärbt. Dessen bin ich mir bewusst,  oder: ich muss es mir immer wieder bewusst machen. Denn es ist ein ständiger reflexiver Prozess. Den eigenen Standpunkt zu relativieren und stets zu hinterfragen ist mir dabei besonders wichtig.

 

Gerade diese kritische Auseinandersetzung mit der eigenen eigenen Sicht- und Herangehensweise, habe als besondere Bereicherung für meine eigene künstlerische Arbeitsweise empfunden.