Vita

 

in Siegen geboren | in verschiedenen Städten gelebt | wohnt derzeit in München.

 

 

2010   Magister Artium in Ethnologie, Kunstgeschichte und Erziehungswissenschaft | FU BERLIN

 

2015   Master of Arts in Erziehungswissenschaft | Universität Bielefeld

 

 

seit 2020 selbstständige bildende Künstlerin (Malerei).

 

 

 

Auszeichnungen

 

2020 Oberbayerischer Kunstförderpreis SeelenART | 1. Preisträgerin

 

 

 

Publikationen

 

SeelenART 2020 Oberbayerische Kunstförderpreis | Katalog zur Preisverleihung | Hrsg.: kbo-Sozialpsychiatrisches Zentrum gemeinnützige GmbH | Haar

 

Kunstmeile 8 Wolfratshausen 2021| Katalog zur Ausstellung | Hrsg.: Lebendige ALtstadt Wolfratshausen e.V., LAW e.V. | Wolfratshausen

 

 

 

Mitgliedschaften

 

seit 2021 Mitglied im Paul-Klinger Künstlersozialnetzwerk e.V.

 

 

 



Ich wurde schon früh durch die Vielfalt der kreativen Ausdrucksmöglichkeiten angezogen. So brachte ich mir in meiner Jugend das Nähen bei, um flexibler zu sein; habe Kleidung und Taschen entworfen und später für die Kinder von Freundinnen Nasenbären und Schwertwale aus Stoff genäht. Relativ früh bemerkte ich, dass mich auch das Mischen verschiedener Materialien miteinander besonders begeistert und fing an Stoffe mit Papier, Holz mit Drähten, Pappe mit Metall zu kombinieren und mich an Collagen auszuprobieren. Die Malerei war es jedoch, die für mich einen besonderen Stellenwert einnahm und habe sie deswegen immer als stete Begleiterin meines künstlerischen Tuns empfunden. Einige Motive, welche ich anfangs stärker thematisierte, mussten abstrakten Elementen, sowie schwarzen Linien weichen. Dabei haben sich die Techniken, die Malgründe und die Bildmotive stets verändert oder weiterentwickelt. Die Farbe Grün stellt jedoch heute noch immer ein wichtiges Farbelement in meinem Bildaufbau dar.

 

Während des Malprozesses kommt es oft vor, dass Zufälligkeiten das Endresultat beeinflussen oder verändern. Häufig habe ich eine Idee vor Augen, während ich versuche es malerisch umzusetzen, verselbstständigt sich der Prozess. Das Bild entwickelt dann seine eigene Dynamik, nimmt dabei eine völlig andere Richtung ein. Dies kann durch ungeplante Pinselstriche hervorgerufen werden, aber auch durch bewusste Manipulation entstehen.

 

 

Lost in the Sea (Serie in Bearbeitung) | 2021 | Gouache, Beize auf Holz | unterschiedliche Maße
Lost in the Sea (Serie in Bearbeitung) | 2021 | Gouache, Beize auf Holz | unterschiedliche Maße

 

 

Meine Inspirationen liegen seit einiger Zeit in den Beobachtungen von organischen Strukturen, wie z.B. Zellstrukturen, Gespinsten und vegetabilen Mustern. Diese Beobachtungen übertrage ich während des Malens auf eine abstrakte Ebene und verknüpfe sie mit imaginären Elementen. Meine Malerei bezeichne ich deswegen als eine Art organische Malerei, welche sich über die Jahre teils bewusst, teils unbewusst entwickelte. Für meinen Bildaufbau ist besonders eine lavierende bzw. lasierende Malweise von Bedeutung. Dabei sollen die verschiedenen Schichten hindurchscheinen, um eine gewisse Tiefenwirkung zu erzielen.

 

Meine Beobachtungen und deren Interpretationen sind jedoch immer subjektiv eingefärbt. Dessen bin ich mir bewusst, oder: ich muss es mir immer wieder bewusst machen. Denn es ist ein ständiger, reflexiver Prozess. Den eigenen Standpunkt zu relativieren und stets zu hinterfragen ist mir dabei besonders wichtig.

 

Gerade diese kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Sicht- und Herangehensweise, habe ich als besondere Bereicherung für meine eigene künstlerische Arbeitsweise empfunden.